Angehörige erfahren nicht nur in der Bewältigung des Alltages große Veränderungen, auch die Emotionen fahren Achterbahn. Die Bandbreite des Gefühlschaos schwankt zwischen Angst und Zuversicht bis hin zu Hoffnung, Zweifel und Wut, meist eng gekoppelt an Befundergebnisse, Therapieerfolge und Gesundheitszustand des Patienten/der Patientin.
Bevor wir jedoch in die zweite Woche starten möchten wir Sie fragen, ist. Was hat sich seit dem Start für Sie bereits verändert? Konnten Sie die eine oder andere Übung bereits umsetzen und wie haben Sie davon profitiert?
Mag.a Manuela Lang, Psychologin, begrüßt Sie in der zweiten Woche.
Gefühlen auf den Grund gehen
Willkommen in jedem Fall bei Modul zwei des Angehörigencoaches, bei dem wir uns auf die Spur unserer Gefühle begeben wollen. Nicht nur unseren Körper können wir achtsam wahrnehmen, sondern auch unsere Gefühle. Je klarer sie uns sind, desto besser können wir auch mit deren schwierigen Seiten umgehen. Dies ist gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen hilfreich. Vor allem wenn es darum geht, immer wieder kehrende Endlosschleifen in Konflikten zu durchbrechen. Etwa, wenn Sie sich vielleicht über die „Sturheit“ des Patienten oder der Patientin ärgern oder wenn Sie sich überfordert oder verunsichert fühlen. Häufig plagen Angehörige auch Zukunftsängste und ihr Gedankenkarussell dreht sich um die Frage: Wie wird/soll das alles weitergehen?
Gleich welche Gefühle Sie haben, sie sind allesamt normal und in Ihrer Lage verständlich und haben ihre Berechtigung. Wichtig ist in dieser Situation, sie annehmen zu lernen. Dies versetzt uns letztlich in die Lage, Emotionen auszudrücken. Und das ist für unsere Psyche notwendig, um unseren Körper zu entlasten.
Mit dem Ziel, dass auch Sie mit dieser schweren Last etwas leichter leben werden können, laden wir Sie auch diese Woche ein, die eine oder andere Übung auszuprobieren.



-
Add a note